GUT SCHWÄRZENBACH.

THOUGHT LEADERSHIP RETREAT

Aus einem historischen Hofgut wurde ein Ort, der Tradition mit Klarheit, Weitblick und neuen Perspektiven mit Zukunft verbindet.

EINE GESCHICHTE DIE ÜBER 1000 JAHRE TRÄGT.

Von den Anfängen als Klosterbesitz bis zum modernen Thought Leadership Retreat.

Gut Schwärzenbach.
Eingebettet zwischen See, Wiese und Wald, liegt ein Ort, der mehr ist als ein Hofgut.
Schwärzenbach ist gewachsen – über Jahrhunderte, durch Generationen, Visionen und Umbrüche.

Erstmals urkundlich erwähnt um das Jahr 1017 — als Teil des klösterlichen Besitzes des Benediktinerklosters Tegernsee.
Nach Jahrhunderten klösterlicher Verwaltung ging das Gut 1394 in den Besitz der Familie Eglinger über, einer einflussreichen Adelsfamilie am Tegernsee.
1461 wechselte Schwärzenbach durch Heirat von Barbara Eglinger und Ulrich Adelshofer erneut den Besitzer, der sich fortan „von Schwärzenbach“ nannte.
Auch während dieser Epoche prägte das Kloster Tegernsee weiterhin die Geschichte.
1489 wurde Schwärzenbach geteilt:
Es entstanden die beiden Höfe „Beim Bauern“ – das heutige Gut Schwärzenbach – und „Beim Fuchs“, der 1729 nach dem damaligem Besitzer Georg Fuchs benannt wurde und bis heute von Familie Obermüller bewirtschaftet wird.

In den folgenden Jahrhunderten wechselte der Besitz mehrfach, bis die Ära Taubenberger begann.

Ab dem 17. Jahrhundert prägte die Familie Taubenberger das Gut – insbesondere durch ihre Haflinger-Zucht.
Gemeinsam mit Max Obermeier setzten sie neue Maßstäbe in der regionalen Landwirtschaft: So führten sie das Simmenthaler Fleckvieh im Tegernseer Tal ein – eine zukunftsweisende Entscheidung mit Strahlkraft bis heute.

1861 brannte der Hof vollständig nieder und wurde von Familie Taubenberger bis 1864 wieder neu aufgebaut.
Johann Taubenberger, der das Gut prägte und weit über die Landesgrenzen bekannt wurde, verstarb 1919.
Sein Sohn Andreas übernahm den Hof mit viel Weitblick:
Anfang der 1930er Jahre eröffnete er im Gut die Gaststätte „Taubenberger‘s Kaffee und Weinrestaurant Schwärzenbach am Tegernsee“. Ein Ausflugsziel mit Tanz, der Jazz-Kapelle „Münchner Spatzen“ und kulinarischen „Extravaganzen“.

1017

Erstmals urkundlich erwähnt als Teil des Benediktinerklosters Tegernsee.

1394-1489

Übergang an Familie Eglinger, später Adelshofer. 1489 Teilung in zwei Höfe:
"Beim Bauern" (heutiges Gut Schwärzenbach) und "Beim Fuchs".

17. JH

Familie Taubenberger prägt das Gut durch Haflinger-Zucht und führt das Simmenthaler Fleckvieh im Tegernseer Tal ein.

1861-1864

Nach vollständigem Niederbrand wird der Hof von Familie Taubenberger wieder aufgebaut.

1930er

Andreas Taubenberger eröffnet "Taubenberger's Kaffee und Weinrestaurant" mit Jazz-Kapelle und kulinarischen Extravaganzen.

1957-1990

Dr. Carl Underberg, Dr. Siegfried Block, Husein Morsy und das Berufswerk der Bayerischen Wirtschaft formen das Gut.

Historie
Gut Schwärzenbach

Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv zur Geschichte von Gut Schwärzenbach

1394

Kloster Tegernsee Urk. 246

Beschreibung: Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv (Sign. Kloster Tegernsee Urkunden 246)
zur Geschichte von Gut Schwärzenbach; mittelhochdeutsch
Datierung: 28.06.1394
Michel der Swerczenpekch und seine Frau Elspett verkaufen ihren halben Hof zu Swaerczenpach, der dem Kloster Tegernsee lehenbar ist, an Erhard Eglinger.

Copyright: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Signatur: BMW UF 13121-3

Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv zur Geschichte von Gut Schwärzenbach

1478

Kloster Tegernsee Urk. 1151

Beschreibung: Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv (Sign. Kloster Tegernsee Urkunden 1151)
zur Geschichte von Gut Schwärzenbach; mittelhochdeutsch
Datierung: 20.07.1478
Ulrich Adeltshover und seine Frau Barbara verkaufen dem Kloster Tegernsee verschiedene Lehensgüter dieses Klosters, darunter ihren Hof Swertzenpach und einen Zehent auf diesem Hof.
Siegel: Ulrich der Adelshofer [links], das Wappen zeigt zwei senkrecht gegeneinander gestellte Parten bzw. Beile.

Copyright: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Signatur: BMW UF 13121-5

Taubenberger Kapelle

1830

Die Taubenberger HofKapelle
Architektur der Beständigkeit

Unweit des Haupthauses, zwischen alten Bäumen und Wiesen, steht die Taubenberger Kapelle – ein stiller Ort mit besonderer Atmosphäre.
Errichtet im Jahr 1830 von Johann Taubenberger, wurde sie seinem Sohn und dessen Ehefrau gewidmet – als Zeichen familiärer Verbundenheit und Wertschätzung. Heute ist sie Teil der historischen Geschichte, Kultur- und Wanderwege rund um das Tegernseer Tal und gilt zugleich als eines der Ziele auf dem Pilgerweg von Gmund – ein Platz zum Innehalten, zum Atmen, zum Ankommen.
Schlicht in der Form, klar in der Haltung – ein Symbol für Beständigkeit und Authentizität, wie sie das Gut bis heute prägen.

Strandbad Schwärzenbach am Tegernsee

1934

Strandbad Schwärzenbach am Tegernsee

Beschreibung: Andreas Taubenberger, Inhaber von Gut Schwärzenbach, unterhielt dort in den 1930er bis 1950er Jahren eine Gaststätte.
Abzug einer Postkarte.

Datumsinfo: geschätzt
Fotograf: Georg Eitzenberger
Copyright: Verlag Georg Eitzenberger, Schliersee
Signatur: BMW UF 13118-6

Historische Luftaufnahme des Guts Schwärzenbach aus dem Jahr 1950

1950

Luftaufnahme Gut Schwärzenbach

Eine historische Luftaufnahme des Guts Schwärzenbach aus dem Jahr 1950.
Sie zeigt das Anwesen in seiner vollen Pracht, umgeben von malerischen Wiesen und Wäldern.
Ein Zeugnis der Zeit, das die Entwicklung und Beständigkeit des Guts dokumentiert.

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Der große Erfolg des Gastronomiebetriebes – gepaart mit wirtschaftlicher Fehleinschätzung – trieb den Hof in die Insolvenz.
Aus der Not heraus verkaufte Andreas Taubenberger Grundstücke und Waldparzellen, um Schulden zu begleichen.
Mit seinem Tod endete die Ära Taubenberger und Gut Schwärzenbach wurde verkauft.

Den Zuschlag für den Kauf, welcher sich 14 Monate zog, erhielt 1957 Dr. Carl Underberg.
Unternehmer und Pferdeliebhaber, führte die Haflingerzucht fort und prägte das Gut mit neuem Anspruch.
Nach seinem Tod übernahmen die Erben und veräußerten das Gut 1977 an Dr. Siegfried Block.
Während seiner Zeit, ließ er eine Reithalle mit Stall bauen und führte die Haflingerzucht mit zahlreichen Auszeichnungen weiter.
Nach dem Tod von Dr. Siegfried Block, wechselte Schwärzenbach erneut den Besitzer:
1981 erwarb der ägyptische Geschäftsmann Husein Morsy das Gut und zog mit seiner Familie ein.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten zwangen ihn jedoch 1987 zum Verkauf.
Im selben Jahr übernahm das Berufswerk der Bayrischen Wirtschaft (bbw) das Anwesen und initiierte den Neubau von 40 Gästezimmer, Tiefgarage und modernen Küchentrakt.
Der Umbau war 1990 nahezu abgeschlossen, dennoch musste das Gut aus finanziellen Gründen erneut veräußert werden.

Das ehemalige Strandbad Ostin

Altes Strandbad

Zum Gut Schwärzenbach gehört ein kleiner Weiher, gespeist von einer eigenen Quelle mit einem künstlich angelegten Zufluss. Anfang des 20. Jahrhunderts diente er als „Strandbad der Gemeinde Ostin“ – mit Umkleidekabinen und einem kleinen Kiosk.

Andreas Taubenberger ließ 1935 eine Hütte am Ufer errichten, die während des Zweiten Weltkriegs kurzzeitig als provisorische Zahnarztpraxis genutzt wurde.

Die heutige Stubn am See

Altes Strandbad

Heute präsentiert sich die Seehütte als neu interpretiertes Designobjekt – reduziert, funktional und harmonisch in die Landschaft eingebettet.

Der Weiher selbst ist heute ein naturbelassenes Biotop – ein stiller Ort am Wasser, geprägt von Klarheit, Ruhe und schlichter Schönheit.

1990-2020

BMW Group Ära.

Mit dem Erwerb durch die BMW Group wurde das historische Gut Schwärzenbach behutsam transformiert — zu einer eigenständigen Tagungs- und Kommunikationsstätte. Über drei Jahrzehnte hinweg ein Ort des Dialogs, richtungsweisende Entscheidungen und kulturelle Prägung, die das Führungsverständnis der BMW Group entscheidend mitgestalteten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Gut zum BMW Bildungszentrum – als Raum für Strategiedialoge, Führungskräfteentwicklung und kulturellem Austausch im Unternehmen.

2020 - HEUTE

Thought Leadership Retreat.

Mit dem innenarchitektonischen Umbau ab 2020 wurde Schwärzenbach umfassend weiterentwickelt – räumlich, konzeptionell und kulturell. Die Innenwelten wurden neu gedacht: modular, wandelbar und vielseitig nutzbar – vom Executive-Retreat bis zum Kreativ-Workshop. Gut Schwärzenbach hat sich innerhalb der BMW Group zu einem Thought Leadership Retreat mit eigener Identität entwickelt. Ein Raum für Fokus, Perspektivenwechsel und Verbundenheit – klar in der Ausrichtung, tief verankert in Region und Geschichte. Das Gut steht für moderne Hospitality mit Haltung: offen in alle Richtungen. Die Räume fließen nach außen, die Natur wird Teil des Erlebens – mit Weitblick und 360° Präsenz und Tradition bewusst weiterzudenken.

Das Innere des Guts erzählt Geschichte, Wandel und Transformation.

Altes Strandbad

In der historischen Struktur eingebettet, entstand unter Mitwirkung regional verwurzelter Handwerksbetriebe Raumwelten, die Klarheit und Präzision ausstrahlen. Natürliche Materialien, sogfältige Manufakturarbeit und reduziertes Design schaffen Atmosphäre, in der Tradition, Moderne und Beständigkeit ineinanderfließen.

Gut Schwärzenbach verfügt über 40 individuell gestaltete Zimmer sowie flexibel nutzbare Bereiche, Frei.Räume für Ideen, Zusammenarbeit und Inspiration – Räume für Fokus, Retreat und Collaboration – exklusiv für interne Formate der BMW Group.

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Gut Schwärzenbach Kontaktinformationen:

Schwärzenbach 1 83703 Gmund am Tegernsee

Telefon: 08022 / 75080